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Lucas Zanotto präsentiert PLANK

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Der italienische Designer, Regisseur und Amimationskünstler Lucas Zanotto hat einen Kurzfilm für PLANK produziert, in dem die Designmöbel des Südtiroler Unternehmens in kunstvolle Tricks eingebunden werden. Anders als in konventionellen Werbeclips werden die Produkte nicht in eine Lifestylehandlung integriert. Die Aufnahmen spielen in einem leeren Studio, was den zeitlosen Charakter, die ikonischen Formen und die funktionale Qualität des Mobiliars hervorhebt.

Zu Beginn des in Bozen entstandenen Films stellt der Regisseur Tische und Stühle aus Konstantin Grcics MIURA-Kollektion auf und platziert auf einem der Tische eine Tasse. Danach verlässt Zanotto den Raum und kommt mit einem Tischtennisball zurück, den er gegen einen Tisch wirft. Der Ball springt nun von Möbel zu Möbel, ehe er in einer Tasse landet. Innerhalb der folgenden 40 Sekunden wiederholt sich der Trick mit unterschiedlichen Arrangements. Zanotto kreiert damit eine Serie von faszinierenden Szenen, die den Betrachter ebenso verblüffen wie amüsieren.

Die Zusammenarbeit zwischen PLANK und dem in Helsinki lebenden Künstler geht auf eine Begegnung zurück, die vor einigen Jahren durch einen gemeinsamen Bekannten zustande kam. Seit seinem Umzug nach Finnland war der gebürtige Südtiroler mit spielerischen Animationen und Werbefilmen, unter anderem für große internationale Marken, weltweit bekannt geworden. Zanotto hatte bei der Gestaltung des Films und der Präsentation der PLANK-Produkte freie Hand.

„Ich verfolge Lucas Zanotto schon länger“, sagt Michael PLANK. „Er ist ein international anerkannter Künstler, an dessen Arbeiten mich vor allem die Kreativität fasziniert. Schon bei unserem ersten Treffen war ich überzeugt, dass Lucas und PLANK ein gemeinsames Projekt verwirklichen sollten. Was uns verbindet, sind die Aufmerksamkeit für Details und das Bedürfnis, einen unvergesslichen und bleibenden Eindruck zu schaffen.“

Interview mit Lucas Zanotto

Lucas Zanotto, geboren in Südtirol, lebt nach Aufenthalten in Mailand, Barcelona und Berlin inzwischen in Helsinki. Der Designer, Regisseur und Künstler ist vor allem durch seine humorvollen Animations- und Werbefilme für Marken wie Google, Barclays, Amazon oder Telia bekannt geworden. Seine Arbeiten wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Apple Design Award und dem Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Cannes.

Können Sie ein wenig über Ihren Hintergrund erzählen und darüber, wie Sie zu Film und Art Direction gekommen sind?

Ich habe zunächst Architektur studiert, bin dann aber nach Mailand gezogen, um Produktdesign zu studieren. Einige Jahre habe ich in einer großen Agentur gearbeitet, und in dieser Zeit habe ich gemerkt, dass mich Filmemachen und Animation interessieren, und begann, damit zu experimentieren.

Ich mag Texturen, Formen und Strukturen, und so habe ich begonnen, viel In-Camera-Animation mit Filmemachen und Mixed Media zu verbinden. In den letzten zehn Jahren habe ich in meinen kommerziellen Arbeiten hauptsächlich diese Art von In-Camera-Animation gemacht.

Lucas Zanotto präsentiert PLANK

Wie lassen sich die Prozesse und Techniken in Ihren Filmen beschreiben? Was ist an Ihrer Arbeit ungewöhnlich oder innovativ?

Meine Arbeit verbindet verschiedene Techniken, aber durch meinen Hintergrund im Produktdesign arbeite ich am liebsten analog: Ich baue Sets und filme die Dinge tatsächlich.

Etwas in der Kamera zu machen, macht es einzigartig, denn bei einer Wiederholung wäre es nicht dasselbe. Es gibt immer diese Unvollkommenheiten und Dinge, die im Moment passieren und die mich anziehen.

Seit Kurzem experimentiere ich auch mit 3D-Software und erstelle Animationen, meist für Instagram, die den Leuten offenbar gefallen. Mir ist aufgefallen, dass das Bauen und Animieren in 3D-Software in einigen Aspekten meiner Arbeitsweise im echten Leben recht ähnlich ist.

In Ihrem Film für PLANK tanzt ein Tischtennisball über Möbelstücke, bevor er immer wieder in eine Tasse fällt. Wie sind Sie auf das Konzept und das visuelle Design dahinter gekommen?

Ich bekam eine Auswahl an PLANK Möbeln und völlige Freiheit, damit zu machen, was ich wollte, was heutzutage ziemlich selten ist. Ich habe versucht, eine schöne Komposition zu schaffen, die die Möbel aus den besten Blickwinkeln zeigt.

Dass der Tischtennisball in der Tasse landet, ist etwas ganz Einfaches, aber in gewisser Weise auch magisch. Jeder kennt das Gefühl, etwas Unwahrscheinliches zu versuchen und dass es gelingt. Beim Betrachten des Films stellt sich dieses Gefühl jedes Mal ein, wenn der Ball in der Tasse landet. Es ist sehr befriedigend, und man möchte weiterschauen, um es noch einmal zu sehen.

Es muss sehr kompliziert und frustrierend sein, solche Kunststücke vor der Kamera zu inszenieren. Wie schwierig war es, die gewünschten Aufnahmen zu bekommen?

Das Projekt war tatsächlich harte Arbeit, es erforderte viel Leidenschaft und Geduld. Insgesamt benötigten wir 2.000 Würfe mit dem Tischtennisball, und bei einigen Einstellungen dauerte es vier Stunden, bis es funktionierte. Aber ich denke, genau deswegen sieht man sich den Film gerne an.

Was haben Sie durch die Zusammenarbeit über PLANK gelernt?

PLANK steht für Möbeldesign in erstklassiger Qualität, doch unsere Zusammenarbeit zeigt auch, dass das Unternehmen offen ist für ungewöhnliche Projekte. Das Vertrauen, das sie mir gegeben haben, demonstriert, dass die Marke mutig und bereit ist für Experimente.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis des Projekts, kommt es Ihrer Ansicht nach bei den Menschen an?

Ich denke, der Film fühlt sich sehr aktuell an. Trickaufnahmen sind enorm populär in den sozialen Medien. Es ist immer wichtig, etwas zu machen, dass den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Mich spricht Kunst an, die sich nicht allzu ernst nimmt und Spaß macht. Bislang hat jeder, dem ich den Film gezeigt habe, positiv darauf reagiert.

Interview by Alyn Griffiths

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